sportwetten2-950In kaum einem anderen Land der Welt hat Sport so einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert wie in den USA und hier blüht auch das Geschäft mit den Sportwetten. Hier haben Wetten und auch Wettmanipulation eine lange Tradition und gerade in letzer Zeit wird etwa den Schiedsrichtern der Basketball-Profi-Liga NBA vermerht eine Manipulation der Spieler vorgeworfen.

In einen Interview in Spiegel Online erklärt der Strafrechtler Sean Patrick Griffin, warum das Sportwetten-Geschäft in den USA blüht und das FBI nur zuschaut. So haben etwa allein in Nevada die Buchmacher mit Sportwetten im letzen Jahr 2,8 Milliarden Dollar eingenommen und wenn man die illegalen Wetten miteinbezieht sollen es sogar 380 Milliarden gewesen sein. Grund ist nicht zuletzt die Weltwirtschaftskrise, die viele Menschen arbeitslos gemacht hat und diese suchen vermehrt ihr Glück in Sportwetten. Auf Grund dieser Zahlen wollen auch die Bundesstaaten New Jersey und New York das Gesetz ändern und Sportwetten legalisieren. Neben den erhofften Einnahmen soll auch die organisierten Kriminalität geschwächt werden.

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Sportwetten in den USA sind ein Milliardengeschäft

Die Wettmaffia arbeitet längst nicht mehr ausschliesslich mit Bestechung von Spielern und Refferees sondern sie analysieren Spiele, Athleten und Teams unter Verwendung spezieller Software und sie besorgen sich aus den Mannschaften Insider-Informationen. Oft werden Wegwerftelefone benutzen, um die Spuren zu Informanten zu verwischen.

Das FBI konzentriert sich aber nach wie vor auf Spielmanipulation und die Behörde hat noch begriffen, dass der neueste Trend im Sportwetten-Geschäftder Handel mit Informationen ist und dass davon längst nicht nur Zocker und Wettbüros profitieren. Die Informanten selbst bekommen in den wenigsten Fällen mit Geld. Meistens sind sie selbst in dubiose Wettgen verwickelt und ihre Wettschulden werden als Gegenleistung erlassen.

Das komplette Interview finden Sie hier

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