Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau meine Zahlen heute gewinnen? Das fragt sich wohl jeder Spieler wenn es um seinen Wetteinsatz geht. Oft wird dabei vergessen, dass Würfel, Münzen und Automaten-Spiele kein Gedächtnis haben. Jedes Spiel hat die gleiche Wahrscheinlichkeit.

Auch wenn die vom Spieler gewählte Zahl oder Kombination nocht nicht gekommen ist, steigt deshalb nicht die Wahrscheinlichkeit, dass dies beim nächsten Spiel passiert. Zufällige Spiele sind nicht zu kontrollieren. Eine Slotmaschine schreit nicht nach einem Jackpot, nur weil über viele Spiele kein Gewinn kam.

Bewusst spielen beugt Enttäuschungen vor, wenn man sich vom Gedanken an den Zufall leiten lässt. Wenn von Zufall gesprochen wird, kann konkret gemeint sein:

– Ein Ereignis geschieht objektiv ohne Ursache.
– Ein Ereignis geschieht, ohne dass eine Ursache erkennbar wäre.

Beispiel Glücksspielsituationen: Warum eine Roulette-Kugel gerade auf eine bestimmte Zahl gefallen ist, ist erklärbar, aber trotzdem nicht vorhersehbar, weil in der Ausgangssituation (Wurf der Kugel) kleinste, nicht willentlich beeinflussbare Variationen großen Einfluss auf das Ergebnis haben. – Bei einem idealen Würfel kann für jeden Wurf ein Wert von 1 bis 6 auftreten. Vor dem Werfen kann nicht vorhergesagt werden, welches Ereignis eintritt. Es gibt keine Erklärung für das Auftreten einer bestimmten Zahl.

Ein Ereignis geschieht, bei dem man zwar die Einflussfaktoren kennt, sie aber nicht messen oder steuern kann, so dass das Ergebnis nicht vorhersehbar ist.

Zwei Ereignisse stehen in keinem (bekannten) kausalen Zusammenhang.

Auch im Straßenjargon wird der Begriff Zufall gerne verwendet, wenn ein Ergebnis nicht kausal erklärbar ist. Er ist schwer abgrenzbar gegen Unberechenbarkeit und Unvorhersagbarkeit.Vom „Zufallsprinzip” wird dann gesprochen wenn gezielt Zufall als Gestaltungselement bei Auswahlverfahren genutzt wird.

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