Angst vor dem Angeboten im Web
Angst vor dem Angeboten im Web

Auch in der Alpenrepublik Österreich schwelt ein Konflikt zwischen den Automatenbetreibern und den Casinos im Internet. Grund ist der Verbot der Slots mit dem Ende des so genannten kleinen Glücksspiel in Wien, das zu Beginn des Jahres 2015 in Kraft getreten ist. Dazu meint die Spielsucht-Expertin Elisabeth Gizicki-Merkinger, dass wegen eines Verbots ist in Wien sicher nichts vorbei ist und die Zocker mit Sicherheit bei nächsten Gelegenheit wieder spielen werden. Diese Gelegenheiten sind aber nicht nur in den Nachbarstaaten oder im nächsten Bundesland, sondern sogar im eigenen Haus zu finden. Experten fürchten nach dem Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien einen Zustrom von Zockern bei den Anbietern im Web. Allerdings besitzt in Österreich lediglich win2day, eine Tochter der Casinos Austria-Tochter eine Bundeskonzession und sollte deshalb als einziger Onlineanbieter Werbung für seine Glücksspiel-Seite in Österreich machen können. Aber es gibt auch in ORF, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen einen Spott von der Plattform MrGreen, die in der Alpenrepublik nicht legal ist, zu sehen.

Der grüne Mann wirbt im österreichischen staatlichen TV
Der grüne Mann wirbt im österreichischen staatlichen TV

Das, obwohl ein Sprecher des ORF erklärt, dass im ORF Glücksspiele nicht beworben werden. Auf die Frage, warum etwa MrGreen.at beworben wird antwortet er, dass ist eine Spielseite, bei der es zu keinem Geldfluss kommt und deshalb das Glücksspielgesetz nicht gültig ist. Experten verweisen darauf, dass “Social Gaming”-Seiten gerne als Köder verwendet werden, da meist zumindest ein geringer Prozentsatz in Zukunft um richtiges Geld zocken wird und ausserdem ermöglicht es solch eine Fun-Seite den Glücksspiel-Anbietern, auf Sendern, die Glücksspielwerbung ablehnen, legal zu werben. Ganz anders sehen dies die Casinoanbieter, denn ein Sprecher von MrGreen betont die “soziale Verantwortung”, denn man wolle “zum Spielen eine sichere Umgebung bieten”. Experten wie etwa der Suchttherapeut Aron Kampusch sieht Spielerschutz anders und er fordert härtere Kontrollen und die Einbindung der Banken zur Verhinderung des Geldflusses. Im Finanzministerium ortet man hingegen durch die rasch voranschreitende Entwicklung und die schnelle Verbreitung der illegalen Glücksspiele eine große Herausforderung der Aufsichtsbehörden und länderübergreifende, europäische Kooperationen werden angeregt. Anders sieht es .der Chef des Automatenverbandes  Helmut Kafka, der   dem Ministerium reine Alibihandlungen vorwirft und er meint, dass aus Brüssel in den nächsten Jahren kein Gesetz kommen werde sondern lediglich maximal windelweiche Weisungen.

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