Das Card Casino in Prag
Das Card Casino in Prag – werden dieAbgaben bald schon verdoppelt?

Der tschechische Finanzminister Andrej Babis glaubt, dass die Glücksspiel-Branchemehr zur Belebung der Wirtschaft des Landes beitragen könnte. Laut Reuters wird Babis am Freitag, den 19. Dezember, eine deutliche Steigerung der Abgaben der Glücksspielunternehmen in der Tschechischen Republik vorschlagen, die die derzeit angewandten Glücksspielsteuern verdoppeln könnten. Zur Zeit werden die Unternehmen, die in der Tschechischen Republik Glücksspiele und Wetten anbieten, mit 20-Prozent-Steuer auf den Brutto-Gaming-Ertrag (GGR) und einer 19 prozentigen Körperschaftssteuer belastet. Laut der tschechischen Tageszeitung Hospodářské noviny ist es der Plan von Babis, die Steuer auf den GGR um bis zu 30 bis 40 Prozent zu erhöhen, mit unterschiedlichen Tarifen für verschiedene Spiele. Eine 30-Prozent-Steuer würde etwa bei Lotteriespielen angewendet werden und 40-Prozent, eventuell sogar mehr auf Geldspielautomaten. Bisher ist noch nicht klar, welche Art von Besteuerung die Regierung sowohl für Live- und Online-Poker-Spiele plant. Der Finanzminister ist der Ansicht, dass höhere Steuern zusätzliche Einnahmen bis zu sechs Milliarden Kronen, das sind ca. 270 Mio. € bringen könnte. Die Steuererhöhung ist ein Teil des Planes der Regierung, die Glücksspiel-Branche des Landes neu zu positionieren.

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Ein Casinos in Prag am Wenzelsplatz

Das Gesetz, das voraussichtlich im Jahr 2016 in Kraft tritt, soll auch den tschechischen Online-Glücksspiel-Markt für internationale Unternehmer öffnen. Auf einer Konferenz in Prag, die am 9. Oktober 2014 stattfand, diskutierten Babis seine Pläne für eine Reform der nationalen Glücksspiel-Industrie und erklärte: “Die geltenden Rechtsvorschriften sind nicht mit denen in anderen europäischen Ländern konform, das Glücksspiel entzieht sich jeglicher Kontrolle und der Staat verliert jedes Jahr Milliarden.” Nach Angaben des tschechische Finanzministers ist das Ziel sowohl ein besserer Schutz der Bürger vor Spielsucht und es soll auch die Zahl der Kasinos begrenzt werden. Ausserdem wird eine Verbesserung der staatlichen Aufsicht und eine korrekte Besteuerung aller Formen des Glücksspiels angestrebt. Ein Befürworter der Reform ist auch der stellvertretende tschechische Finanzminister Ondřej Závodský , der glaubt, dass durch die aktuellen Regeln der Staat hohe Einnahmen verliert. Er verweist auf eine Studie des tschechischen Obersten Rechnungshofes, die zeigt, dass rund 600 Millionen Kronen (€ 21.800.000) jedes Jahr an Offshoreunternehmen und Anbieter im Graubereich verloren gehen. Wenn das neue tschechische Lotteriegesetzes vom Parlament bestätigt wird, sollen auch Veränderungen im Live-Glücksspiel eingeführt werden. Es soll eine zentrale Datenbank der Spieler geschaffen werden, um Spielsucht zu bekämpfen. Es verbietet die Werbung von nicht lizenzierten Betreiber und Spielhallen können nur in Städten mit mehr als 5.000 Einwohnern und Casinos in Städten mit mehr als 40.000 Einwohnern eröffnet werden

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