pferdEs klingt wie ein Thriller, was im heutigen “The Guardian” zu lesen stand. Venezolanischen Behörden behaupten, ein Glücksspielsyndikat hat eines der beliebtesten Rennpferde des Landes vor einem bedeutenden Derby vergiftet. In Venezuela werden Millionen mit legalen und illegalen Wetten gemacht. Aber der Angriff auf das vier Jahre alte Pferd Rio Negro, als er für das Armee Derby vorbereitet wurde, war real. Dies ist nur ein weiterer Meilenstein in einer Welle von Gesetzlosigkeit und Gewalt, die Venezuela zu einem der tödlichsten Orte der Welt gemacht haben. Rio Negro war der Favorit für das Derby, bis ihm Kriminelle irgendwann im Juni eine beinahe tödlichen Überdosis von Cortison injizierten. Das Pferd überlebte zwar den Anschlag aber es ist fraglich, ob es je wieder solch eine Topform erlangen wird. Der Hengst verlor fast ein Fünftel seines Gewichts, seine dunkle Haut zeigte Striemen und es wurde temporäre Diabetes diagnostiziert. “Es war schmerzhaft, den Verfall des Pferdes zu sehen”, sagte Julio Lobo, einer seiner Tierärzte. Rio Negro wird nun in einem dunklen, kalten Stall, wie im Gefängnis mit Eisengitter und Sicherheitskameras gehalten, um Eindringlinge abzuwehren. Dieser Vorfall zog die Aufmerksamkeit von Medien und Top Regierungsbeamte auf sich. Er zeigte die wachsende Unverfrorenheit von gut organisierten Wettringen, die mit solchen Aktionen eine Sportart, fast so populär wie der Nationalsport Baseball ist, zu zerstören.

pferdewettenBehörden haben nun neun Personen festgenommen, unter ihnen ehemalige Polizeibeamte und ein Rennstallbesitzer, dem Kontakte zum organisiertem Verbrechen nachgesagt werden. In Venezuela sind zwar Wetten auf Pferderennen legal, aber die sozialistische Regierung hat die Einsätze auf 1.000 Bolivar reduziert. Durch die Differenz des offiziellen Kurs des US-Dollars, der 1,000 Bolivar zu $ 160 zum Schwarzmarktkurs, der nur etwa $ 10 ist, versuchen viele Venezolaner so zu den begehrtenDollars zu kommen. Diese Szene mit enormen Umsätzen wird von illegalen Wettringen kontrolliert, die auch vor Entführung und Drohungen gegen Jockeys nicht zurückschrecken. Ein Insider meint, dass Illegale Wetten in allen Teilen der Welt ein Problem sind aber nirgends geschieht dies so offen und unverfroren wie hier.

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