pferdewettenWenn Sportbegeisterte in Deutschland im Internet zocken möchten, ist dies meist nicht legal. Aber das soll sich schon sehr bald ändern, denn der Bundesstaate Hessen will bis Ende September des Jahres 20 bundesweite Lizenzen vergeben. Das Bundesland betreibt das Verfahren federführend für alle Bundesländer. So ist etwa in der Online Ausgabe der Frankfurter Rundschau zu lesen, dass in einer Woche zum Start der Bundesliga-Saison die Anbieter von Sportwetten im Netz wieder nicht legal ihre Leistung anbieten können. Die politische Vereinbarung konnte in den vergangenen 2 Bundesliga-Spielzeiten nicht umgesetzt werden und es wurden keine Unternehmen mit einer Konzession ausgestattet. Es geht hier um einen riesigen, etwa 8 bis 10 Milliarden € schweren Markt. Dieser muss nach jahrelangen politischen Tauziehen endlich legalisiert werden. Wenn aber in Kürze feststeht, welche 20 Anbieter bundesweit die begehrten Konzessionen erhalten werden, ist noch lange nichts entschieden, denn es ist mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten, dass Klagen der unberücksichtigten Bewerber die Prozedur weiter in die Länge ziehen werden.

fussballwettenHaben doch schon 41 Anbieter die erste Hürde, wo Zuverlässigkeit und Sachkunde überprüft worden, genommen. Jetzt werden noch die Konzepte gegen Spielsucht, Geldwäsche und andere Sozial- und Sicherheitsfragen genauer unter die Lupe genommen. Um die Lizenzen bewerben sich neben der staatlichen Lotteriegesellschaft, die eigens für den Internetauftritt den Onlinewetten Anbieter Oddset gegründet haben auch bekannte private Anbieter wie mit klingenden Namen wie etwa Tipico oder Betfair. Hier soll aber schon die Auswahl durch das hessische Innenministerium getroffen worden sein. Hessen beschäftigt seit 2012 ständig 5 Juristinnen und Juristen, einen Volkswirt, einen Betriebswirt und zwei Informatiker um das Mamutverfahren endlich zum Abschluss zu bringen. Ausserdem mussten auch externe Rechtsanwälte in Anspruch genommen werden. Jetzt möchte der zuständige Minister Beuth nach zwei Jahren endlich die Sache abschliessen und plädiert für ein „reines Erlaubnisverfahren“, Hier entscheidet allein die Landesregierung, ob Bewerber bestimmte Kriterien erfüllen oder nicht,. Es ist kein Ranking vorzunehmen, sondern es ist nur zu prüfen, ob die Anbieter zuverlässig sind und ob sie wirtschaftlich und sicher arbeiten.

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