haeuplIn der Alpenrepublik sorge am Dienstag ein Zeitungsbericht für Aufregung. Der langjährige Bürgermeister Michael Häupl, ein Mitglied der SPÖ, wollte laut einem Bericht der “Wiener Zeitung”, das Glücksspielgesetz der Bundeshauptstadt aufweichen. Es sollte mit mehr Zugangskontrollen und Jugendschutz in “gläsernen Salons” das “kleine Glücksspiel” weiter erlaubt sein und somit wäre das Totalverbot gestorben. Aber bereits am Mittwoch gab es Entwarnung. Ein Sprecher Häupl´s dementierte dies gegenüber der “Presse” und sprach von einem Missverständnis. Natürlich hält man sich an die Beschlüsse des Landesparteitages und setzt diese auch dementsprechend um und es wird keine Aufweichung des Beschlusses des Parteitages zum Glücksspielgesetz geben.

Er spielte oft an 5 Automaten gleichzeitig
Er spielte oft an 5 Automaten gleichzeitig

Bei der umstrittenen Aussage ging es lediglich darum, dass in der Donaumetropole der Schutz bei jenen Spiellokalen, die über eine Bundeslizenz betrieben werden, erhöht wird. So soll auch das Comeback des “kleinen Glückspiels” in neuer Form, das ist eine Konzentration mit strengen Kontrollen auf wenige Standorte in Wien statt unzähliger kleiner Lokale nicht zur Diskussion stehen. Das das “kleine Glücksspiel” somit ab dem nächsten Jahr verboten ist, ist anzunehmen, dass die Lizenzen an Automaten für das”kleine Glücksspiel” in Wien, die mit Jahresende auslaufen, nicht mehr verlängert werden. Hier hat sich die Basis der Partei und der Koalitionspartner der SPÖ, die Grünen nach längeren Diskussionen gegen die Parteispitze der Sozialisten durchgesetzt. Der Klubobmann der Grünen, David Ellensohn begrüsste die Einigkeit in der Glücksspiel-Frage und meint, dass seine Partei auf alle Fälle die Zustimmung für neue Automaten-Salons verweigert hätte, denn die 1500 Automaten, die es in den bestehenden und den künftigen Spielbanken geben wird, sind mehr als genug. Er fügt hinzu, dass jeder, der dringend sein Geld verlieren will, dies auch in Zukunft können wird.

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