tokio (1)Die asiatischen Ländern stehen Schlange, um den Schwergewicht Macau etwas von dem Gaming Business zu stehlen. Die winzige Enklave an der Südküste von China ist das weltweit grösste Glücksspiel-Mekka: So wurden etwa im Jahr 2012 $ 38-Milliarden an Gaming-Erträge erzielt, die Hotels laufen bei 87 Prozent Auslastung, nach offiziellen Angaben ist das eine Nuance besser als in Las Vegas.

Doch Casino-Betreiber sind bereits auf der Suche nach der nächsten Casino Metropole. Japan kann da in die Rechnung passen. Macaus Geheimnis ist eine Mischung aus Geografie, der moderaten Gesetzgebung und vergleichsweise niederen Steuern. Im Vergleich zu der autonomen Region sind die Philippinen zu weit weg, um chinesischen Spieler zu locken. Singapur und Malaysia möchten zwar ausländische Spieler als Gäste, aber nicht ihre eigenen Bürger in den Casinos sehen. Ausserdem können durch die gesetzliche Lage einfach die Gewinne in die meisten Länder transferiert werden.

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Das japanischen Pachinko-Spiel

Die beste Alternative zu Macao kann hier sicher Japan sein. Schon, Las Vegas Sands, MGM Resorts International, Wynn und Melco Crown erwägen, sich Positionen auf dem japanischen Markt zu sichern. Noch sind Casinos illegal, aber Ministerpräsident Shinzo Abe plant, das Glücksspiel rechtzeitig für die Olympische Spiele 2020 in Tokio zu legalisieren. Japan ist einfach für koreanischen und chinesischen Touristen erreichbar und hat auch vor allem aber einen eigenen Markt. Die Spielern sind kapitalstark, wie etwa das japanischen Pachinko-Spiel zeigt, wo trotzt der unsicheren Rechtslage ein Volumen von rund 19 Billionen Yen ($ 193-Milliarden Euro) jährlich umgesetzt wird.

Die größte Attraktion für die Casino-Betreiber kann Japans Rechtsstaatlichkeit und die stabile Politik sein. High-Roller Macau fürchten immer, dass die chinesischen Regierung aus einer Laune heraus die Grenze schließen könnte, denn Kapitalflucht ist immer ein Problem.

Japans größte Pluspunkt ist sicher ein perfektes Consumer Marketing . Die großen US-Casino-Marken versuchen bereits, die japanischen Pachinko-Betreiber wie Dynam und auch die Spielehersteller Sega an Bord zu holen. Es gibt sicher in Zukunft viel zu tun, denn der Glücksspiel-Markt in der asiatischen Pazifikregion soll von den $ 34 Milliarden im Jahr 2010 auf bis $ ​​79 Milliarden im Jahr 2015 anwachsen. Wenn die Politiker mitspielen, dann könnte Tokyo einer der Hauptgewinner sein.

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