Spielautomaten
Oft wandert das letzt Geld in den Automaten

Die Briten leiden schon länger unter einer anhaltenden Wirtschaftskrise. Trotzt Rückgang der Arbeitslosigkeit ist ein stetiges sinken der Kaufkraft der Familien festzustellen. So stiegen etwa im 2. Quartal dieses Jahres zwar die Löhne um 0,7 Prozent,aber die Inflationsrate im September lag bei 2,7 Prozentpunkten. Noch schlimmer hat die Krise die Beamten erwischt, Da Staatsdiener mussten sogar eine reale Lohnkürzung von 0,5 % in Kauf nehmen. Um aus dieser tristen Situation zu entkommen, versuchen immer mehr Briten ihr Einkommen mit Glücksspielen aufzubessern, wie man einem Artikel der Zeitung „RBC Daily“ vom Montag entnehmen kann. Hier wird aber nicht etwa gepokert oder BlackJack gespielt. Dies sind die einzigen Casinogames, wo man mit der richtigen Taktik und einiger Erfahrung auch mit dauerhaften Gewinnen rechnen kann.

Fixed-odds gambling machines in a betting shopBei den Einwohnern des Königreiches werden die Slotautomaten immer beliebter. Es sind dies Automaten, bei denen in einer Runde bis zu 100 Pfund gesetzt werden können. Schon über 33.000 Automaten wurden bevorzugt in den von der Krise am stärksten betroffenen Gebieten aufgestellt und statt zu gewinnen, wurden im letzten Jahr 1,5 Milliarden Pfund an den Automaten verspielt. Jetzt ist auch eine heisse Diskussion rund um diese Automaten entbrannt. Die Gegner, wie etwa der Politiker Mark Hendrick meint, dass die Regierung dem Treiben tatenlos zuschaut und deren drastische Sparpolitik vor allem die Armen und Arbeitslosen trifft, das diese Menschen versuchen, auf jede Weise Geld zu verdienen und dabei oftmals in einem Teufelskreis geraten, der mit dem Verlust von Hab und Gut und oft auch der Familie endet. Der Stadtrat von Liverpool schloss sich dieser Argumentation an und stimmte Anfang November für ein Verbot der Spielautomaten.

Auf der anderen Seite raten einige Beamte und Experten, nichts zu überstürzen. So etwa die Sport- und Tourismusministerin Helen Grant, die meint, dass es keine Beweise gibt, dass die Automaten zu einem Anstieg der Zahl der Spieler führten. Der gleichen Meinung ist auch der Chef des britischen Verbandes der Buchmacher, Dirk Vennix,, der argumentiert, dass es zwar richtig ist, dass man 100 Pfund auf einmal setzen kann, aber der durchschnittlicher Spieler spielt nur 15 bis 20 Minuten und gibt 7,55 Pfund aus und das sind etwa die Kosten der Eintrittskarte für ein Kino

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