Atlantic City Sandy aftermath
Auch durch Atlantic City hat Sandy Spuren der Verwüstung gezogen

 

sandy-acVor etwa einen Jahr hinterließ der Hurrikan Sandy, der größte Sturm aller Zeiten, im US-Staat New Jersey Chaos und Zerstörung. Die materiellen Schäden sind schon zum grössten Teil beseitigt. Atlantic City bekommt aber nun vor allem die finanziellen Nachwehen der Katastrophe zu spüren. Das Jahr 2013 droht für die 12 Kasinos das schlechteste Jahr seit mehr als zwei Jahrzehnten zu werden. Der Umsatz aus dem Glücksspiel bewegt sich nun schon seit 7 Jahren in Folge stetig abwärts.

So ging etwa in diesem Jahr in März der Besitzer des Kasinos und Hotels Revel im Wert von rund 2,6 Mrd. Dollar pleite und das trotzt diverser Steuervergünstigungen sowie einer 30 Mio. Dollar teuren Werbekampagne und einem vom Staat verwalteten Touristenbezirk. Genau dieses Casino sollte Atlantic City eigentlich wieder Leben einhauchen. Letztes Jahr musste ausserdem Atlantic City seinen zweiten Platz hinter dem Marktführer Las Vegas in der Rangliste der größten US-Glücksspielplätze an Pennsylvania abgeben.

Die Analysten von Bloomberg Industries prognostietzieren für das laufende Jahr einen Umsatz von gerade zu 2.9 Milliarden USD. Das ist ein schöner Absturz, wurden doch im Rekordjahr 2006 noch 5,2 Mrd. Dollar erwirtschaftet.

Besonders in den Monaten direkt nach dem Hurrikan, der am 29. Oktober 2012 über Atlantic City fegte, führte zu Rekordverlusten. So sank der Umsatz im November um den Rekordwert von 27,9 Prozent. Auch die Reisen in die Spielerstadt am Atlantik hat im ersten Quartal 2013 wurden weniger. Grund ist die Fehleinschätzung vieler Spieler und auch Touristen, die annahmen, dass durch den Sturm Atlantic City stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. In Wirklichkeit hatten aber die Kasinos nur wenige Schäden davongetragen.
Dies Punkte führten dazu, dass die Kreditwürdigkeit von Atlantic City nur mehr mit “Baa1”, das sind 3 Stufen oberhalb der “Ramsch”-Kategorie, von Moody’s Investors Service bewertet wird. Allerdings meint Dennis Derby, Porfolio-Manager bei Wells Capital Management, dass die Spielermetropole zu diesem Zeitpunkt nicht vor der Situation einer übermäßigen Verschuldung steht.

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