Ein Roulett ausserhalb des Casinos und nicht im Web fand diesem Samstag in der bayrischen Gemeinde Oberndorf statt. Der mögliche Gewinn war mit maximal 500,- € eher mickrig angesetzt, aber dafür gab es „Gaudi“, bayrisch für Spass und Unterhaltung im Überfluss. Die Rolle des Croupiers übernahm die fünf Jahre alte Kuh Namens Mira aus dem Stall von Landwirt Martin Grieb in Altoberndorf.

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Das bringt Glück

Es ist bereits das dritte Kuhfladen Roulette im Bayrischen Kurort und es gilt zu erraten, auf welchem Feld Mira ihren Fladen fallen lässt. Es standen auf dem Sportplatz des Altoberndorfer Turnvereins 660 Felder zur Auswahl wobei jedes der Felder einen Quadratmeter groß war. Die Kuh wird vom Eigentümer Martin Grieb locker auf den Platz geführt und dann gilt „Rien ne va plus.“ „Nichts geht mehr.“; und Mira hat 1 Stunde Zeit, ihr Geschäft zu erledigen. Sollt der 4 beinige Akteur vor lauter Aufregung sofort loslegen, zählt erst der zweite Fladen. Gewonnen hat jenes Feld, in dem das Geschäft der Dame zu liegen kommt und falls es mehrere Felder gleichzeitig trifft, wird der Gewinn geteilt. Eine Jury, besetzt mit den Ortsgranden bestimmt bei strittigen Fladen-Fall die Felder.

Die Chance auf einen Gewinn ist zwar nicht so hoch wie im Casino aber doch um ein vielfaches höher als im Lotto und wie bei Lotto üblich, wird auch hier der Gewinn aufgeteilt, sollten entweder mehrere Spielteilnehmer auf das Feld, das vom Fladen getroffen wird, gesetzt haben. Die Gaudi kostet 3,- € und die Veranstaltung hat schon einige Nachahmer (in andern ländlichen Gemeinden) gefunden.

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