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Sie sind laut und schrill und faszinieren eine Vielzahl von Usern. Die Rede ist von Spielautomaten.

Slotmachines waren der Mittelpunkt einer Studie der Universität von Waterloo unter der Federführung vom Professor für Psychologie Mike Dixon. Hier sollten 96 User zwei Runden an einem simulierten Spielautomaten spielen. Die Geräusche waren bei der einen Runde aktiviert und die zweite musste lautlos absolviert werden. So war in der ersten Runde bei einen Gewinn eine Melodie zu hähren; beim Knacken des Jackpots gab es enthusiastischen akustischen Glückwunsch und wenn man aber keinen Gewinn erzielte, dann gab es keine besondere Melodie.

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Auch bei Spielautomaten macht der Ton die Musik

Auch bei kleineren Gewinnen, die sogar geringer als der Einsatz war, ertönte dieselbe Melodie. So sollte auch bei Verlusten ein Gewinn suggeriert werden.
Das Ergebnis der Erhebung zeigte, dass die User ihre Gewinne durch das Ertönen der Melodie weit überschätzten. Auch wenn eigentlich ein Verlust gemacht wurde, kannte man bei fast der Hälfte eine Freude über den Angeblichen Gewinn beobachten. Bei den stillen Slots war das nur bei etwa 15 % zu bemerken. Als Indikatoren dienten die körperlichen Reaktionen wie etwa die gesteigerte Herzfrequenz oder feuchte Hände. Auch bei einem abschliessenden Interview meinten die fast alle Probanden, dass sie das Spiel an den Slots mit der Melodie einfach weit angenehmer empfanden. angenehmer.

Das Experiment bestätigt, was Casinobetreiber schon längst instinktiv wussten. Die richtigen Töne suggerieren dem Spieler einen Gewinn, auch wenn eigentlich ein Verlust eingespielt wird. Slots faszinieren deshalb den Spieler weniger wegen ihrer grafischen Effekte, sondern vor allem wegen des Lärms, die sie produzieren und Melodien und das Läuten und Klingeln machen das Spiel wesentlich interessanter und dabei ist es egal, ob online oder in einer realen Spielhalle sein Glück versucht.

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